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Sportverletzungen – Die Heilung beginnt im Kopf Der mentale Umgang von Athleten mit Verletzungen

16.03.2016

Oftmals führen Verletzungen nicht zwingend zu Zwangspausen oder zu Schmerzen – oder bilden die Basis zukünftiger Verletzungen. Sich wiederholende Verletzungen werden oftmals als Teil der Sportler-Karriere betrachtet.

Dr. Markus Klingenberg erläutert in einem Artikel, dass unabhängig von Wettkampf oder Training jederzeit Sportverletzungen eintreten können. Fast jeder Sportler kennt das. Rund 20% aller Unfälle in Deutschland sind, lt. Ärzten und Versicherungen, Sportunfälle. 2011 gab es in Deutschland ca. 3,1 Millionen Sport- und Freizeitunfälle. Hinzu kommen noch die nur unzureichend erfassten Beschwerden durch Über- und Fehlbelastungen.

Diese Verletzungen bilden dann die Grundlage für Folgeerkrankungen und führen zu längeren Pausen unter Schmerzen. Ist der Athlet erst einmal verletzt, so lässt sich diese nicht unmittelbar heilen. Es beginnt eine Phase der Genesung und der Rehabilitation, bei der sich der Patient in die Obhut seiner Therapeuten begeben muss. Ein Ansatz der Regeneration ist neben der körperlichen Heilung auch die mentale Einstellung sowie der Umgang des Sportlers mit seinem Unfall und der daraus entstandenen Folgen. Im Hochleistungssport sind zunehmend Sportpsychologen zur Unterstützung der Rekonvaleszenz der Sportler in den Heilungsprozess eingebunden. Der Athlet / Patient entscheidet letztlich selbst wie er auf eine Verletzung reagiert und was er daraus lernt – physisch und psychisch. Der Perspektivwechsel beginnt jedoch wenn wir die Stimme in unserem Kopf bewusst dazu nutzen eine positive Einstellung zu entwickeln...ganz so wie die Selbstmotivation im Wettkampf oder Training.

Laut Prof. Kleinert (Abteilung für Gesundheit und Sportpsychologie der Deutschen Sporthochschule in Köln) lassen sich ca. 5-10% der Sportverletzungen gut durch psychologische Faktoren erklären, wobei die Dunkelziffer vermutlich viel höher ist. Eine positive innere Einstellung ist umgekehrt keine Garantie für einen Erfolg, jedoch eine wesentliche Voraussetzung.

Die innere Stimme ist es, mit sich der Athlet erfolgreich programmieren kann. Sie sorgt dafür, dass er auch morgens früh aufsteht und bei Regen laufen geht, sich seine Regenration gönnt und sich zielgerichtet ernährt. Sie ist ein Kompass der dem Athleten die Richtung weist.

Jeder kennt die Situation, dass sich der Puls beschleunigt, wenn wir an eine geliebte Personen oder eine emotionale Situation denken. Es gibt aber auch weitaus unbewusstere Reaktionen des Körpers. Negative Gedanken und Gefühle haben eine unmittelbare physiologische Auswirkung auf den menschlichen Körper. Ein gut untersuchtes Beispiel sind Zellbotenstoffe (Zytokine), die von Zellen freigesetzt werden und über die Blutbahn und Lymphgefäße im gesamten Körper wirken. Auf diese Weise nehmen sie unter anderem auch Einfluss auf unser Immunsystem. Optimisten produzieren auch weniger Stresshormone und haben im Durchschnitt einen niedrigeren Blutdruck als Pessimisten. Eine negative Einstellung beeinflusst auch direkt den Umgang des Sportlers mit einer Verletzung und verlängert oftmals die Heilung.

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